Ein Fuchs zum Streicheln

22. März 2012

Unsere Tochter Lea mag Tiere wahnsinnig gern – sowohl die Hauskatzen als auch die Pferde werden „gestreichelt“ und „niedergeknuddelt“, im Sommer werden die Kühe auf der Weide bestaunt und die Enten gefüttert. Also wollten wir ihr zeigen, dass es auch noch andere Tierarten gibt, die normalerweise wild leben. Auf ging’s zum Alpenwildpark in Obermaiselstein.

Wir wanderten von Langenwang aus über Niederdorf nach Obermaiselstein. Dann weiter über den Sagenweg – ein total romantischer Waldweg mit verschiedenen Stationen, die von den altüberlieferten Sagen rund um Obermaiselstein erzählen – zum Alpenwildpark. Vorher mussten wir aber noch mal einen kurzen Stopp einlegen: Lea kam nicht an dem geheimnisvollen Drachen vorbei, der mitten im Wald lauert. Der musste einfach genauer untersucht werden… Am Alpenwildpark angekommen mussten Mama und Papa erst ´mal eine kurze Pause einlegen, um das tolle Panorama zu bewundern. Auch wenn man im Allgäu, in den Hörnerdörfern, wohnt und es jeden Tag vor Augen hat – die Berge sind trotzdem immer wieder umwerfend schön. Vor allem bei so schönem Wetter wie heute.

Da die Winterwildfütterung erst um 16:30 Uhr losging, hatten wir noch ein bisschen Zeit. Die nutzten wir, um uns den Park etwas genauer anzuschauen. Was Lea da alles entdecken konnte…. Sie weiß natürlich noch nicht, wie die Tiere heißen und was für Arten sie sieht, aber sie bestaunte die Steinböcke, Gämsen und Hirsche mit riesengroßen Augen. Und an die Greifvögel durfte sie richtig nahe ´ran. Aber der absolute Höhepunkt war der handzahme Fuchs: den durfte sie genauso streicheln wie die Katze daheim! Eine tolle Erfahrung.

 

 

 

Als die Wildfütterung dann losging, war Lea schon fast etwas zu müde, um es noch ganz mitzubekommen. Aber faszinierend war es trotzdem, wie langsam das Rotwild aus dem Wald kam um an der Futterstelle das von den Wildpark-Betreibern hergerichtete Futter zu fressen. Sie ließen sich Zeit und störten sich nicht an den Menschen, die sie, natürlich aus sicherer Entfernung, beobachten durften. Auch der Strahler, der zu diesem Zweck angemacht wurde, irritierte sie nicht. Sie waren es einfach gewohnt.

Nach dieser tollen Erfahrung konnte man noch ins Stüble und an einem  Hüttenabend teilnehmen. Die Brotzeitteller sahen lecker aus und es wurde sogar musiziert. Richtig gemütlich! Da unsere Tochter aber müde war, ließen wir uns abholen und fuhren nach Hause. Nach diesem ereignisreichen Ausflug fiel unsere Tochter zufrieden ins Bett und auch die nächsten Tage erzählte sie noch von der „großen Katze“ die sie streicheln durfte…

Im Sommer werden wir noch ganz viele solche Ausflüge machen, bestimmt auch kleinere Bergtouren mit der Kindertrage. Gerne erzählen wir Euch dann wieder davon!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.